Der Umzug nach Norwegen ist virtuell

Als Datenschutzbeauftragter und IT-Berater habe ich einen Blick auf das Geschehen der IT-Sicherheit.

Mit dem Beitrag Was man zur Datensicherheit 2020 wissen sollte – eine kleine Auswahl habe ich eine Auswahl von Quellen bereitgestellt, die die Situation heute beschreiben.

Die DSGVO verlangt dem Unternehmen, aber auch dem Verein viel ab, an das sich staatliche Akteure scheinbar nicht halten müssen. Alle sind gleich, doch einige gleicher. Bezieht sich die DSGVO auf die (fremden) personenbezogenen Daten, die man speichert, haben andere es auf meine persönlichen Daten abgesehen. Ich muss fremde Daten schützen, meine Daten sollen allerdings gern an Big Tech oder Staat fließen.

Ich habe doch nichts zu verbergen. Ein IT-Berater sagte einmal in einem Vortrag, dann geben Sie mir doch einfach Ihre Passwörter. Nein, das wollte keiner. Meine Daten gehören mir, sie sind privat.

Norwegen und Island haben Ihre Chancen erkannt. Sie befinden als EWR-Länder im Gültigkeitsbereich der DSGVO, können aber außerhalb der EU ihre hervorragenden Gesetze anbringen:

Staatliche Akteure können rechtlich nur Zugriff auf Daten in Norwegen und Island erhalten, wenn gegen die Gesetze dieser beiden Länder verstoßen wird. Somit bleibt für EU-Staaten der Zugriff verwehrt.

Diese Chance nutzend bieten norwegische und isländische Anbieter ihre Leistungen mit Rechenzentren mit hohen Sicherheitsmaßstäben an.

fragezeiten.de ist nun umgezogen und freut sich, in einem norwegischen Rechenzentrum eine neue Heimat gefunden zu haben.

Als IT-Berater fällt es mir schwer, einfach pauschalen Werbeaussagen zu folgen. Ich habe also diverse Anbieter ausprobiert. Meine Kriterien waren: Sicherheit an erster Stelle, dann Preis-Leistung. Das bezieht eine einfache Konfiguration, eine große Auswahl an Optionen (zusätzliche Software, mit geringem Zeitaufwand installierbar) und möglichst viel Server-Leistung bei bestem Preis ein.

Es ist etwas teurer als ein deutsches Rechenzentrum. Doch es ist ein gutes Gefühl.

Island hat dazu eine gute Anbindung nach Amerika und Europa. Über die Suchmaschinen wird man auch in den USA besser gefunden.

Norwegen ist etwas schneller und ein klein wenig günstiger als Island. Je nach dem, was man benötigt, wird man fündig, ob VPS (Server) oder Hosting-Paket.

Ich habe nur eine Auswahl an Pakten ausprobiert, bei denen die Oberflächen in englisch oder deutsch zur Verfügung stehen, da mein norwegisch oder isländisch einfach nicht vorhanden sind.

Sehr zufrieden war ich mit folgenden Leistungen und Produkten:

ISLAND:

FLOKINET WEBHOSTING

(Man muss isländische Server auswählen. Die Abrechnung erfolgt über Hongkong)

Mit zwei weiteren getesteten isländischen Providern war ich aufgrund der Preise bzw. des Paketumfangs etwas weniger zufrieden.

NORWEGEN:

PROISP WEBHOSTING

(Englische Oberfläche, gutes Preis-Leistungsverhältnis, Test Webhosting)

SERVETHEWORLD VPS (Server)

(Englische Oberfläche, simpel, alles was nötig ist, wenn man etwas Erfahrung in der Konfiguration einer VPS mitbringt)

Bezüglich der DSGVO-Aussagen behalte ich mir Irrtümer vor und möchte feststellen, dass es sich hier keineswegs um eine Rechtsberatung handelt. Bitte selbst prüfen und recherchieren!

Fragezeiten

Fragezeiten

G/Quast, Berater für Kommunikationsstrategien mit Fokus auf Recht und Sozialpsychologie, IT-Berater und Datenschutzbeauftragter. Mit elchlos® Media Betreiber der Webseite fragezeiten.de

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